Honda XL250S

Die Honda habe ich gekauft nach meiner ersten motorradlosen Zeit von gut einem halben Jahr. Die BMW hatte ich verkauft, weil ich keine Lust mehr hatte, bei jeden Wind und Wetter Motorrad zu fahren und da sich meine Bundeswehrzeit dem Ende zu neigte und das Studium bevorstand, dachte ich im Studium gut auf ein Motorrad verzichten zu können, da als Student das Geld sowieso eher knapp ist.

Als es dann Frühling wurde und alle Kumpel ihre Motorräder flott machten, fing es auch bei mir an zu kribbeln. Ich wollte auch wieder ein Motorrad. Da ich das Auto hatte und zwar etwas Geld beim Bund verdient und gespart hatte, aber auch noch etwas Reserven fürs Studium haben wollte, musste etwas preisgünstiges her. Beim Abklappern der Motorradhändler fiel mir die Honda XL250S auf. Eine Enduro, relativ leicht, mit 17 bzw. offen 24 PS, dazu noch relativ günstig. Es war damals die Zeit als gerade die Yamaha XT500 in Mode kam und einige Kumpels auch so ein Teil hatten. Da ich vorhatte, auch etwas im Gelände zu fahren, war mir die Yamaha zu schwer. Sie hatte zwar mehr Leistung, aber im Gelände ist geringes Gewicht nicht zu unterschätzen. Also wurde die Honda gekauft und mit ihr auch ausgiebig im Gelände herumgeheizt. Dabei konnte man die Yamahas manchmal wirklich alt aussehen lassen. Die für Deutschland eingebaute Drosselung auf 17 PS wurde entfernt und mit den nun vorhanden 24 PS konnte man es im Gelände richtig gut krachen lassen. Allerdings hatte die Maschine einen entscheidenden Nachteil beim Fahren auf der Straße. Bei ca. 120 km/h war einfach Schluss. Das bedeutete, dass längere Strecken zu fahren einfach keinen Spaß machte und absolut öde war. Deshalb wurde die Honda auch nach relativ kurzer Zeit wieder verkauft. Die Honda wäre das ideale Zweitmotorrad gewesen, um ab und zu etwas Spaß im Gelände zu haben, wenn man für die längeren Touren noch ein anderes Motorrad gehabt hätte. Aber als alleiniges Motorrad war es zumindest nichts für mich.